27.12.2019 Soll ich oder soll ich nicht? Eine Frage, die eigentlich keine ist – Vorgeschichte

Eigentlich begann dieser Urlaub mehr als ein Jahr vorher – noch bevor ich überhaupt von ihm wusste.
Ich liebe es, in die USA zu fliegen – Natur, Städte, Ostküste, Westküste, Metropole oder absolute Einsamkeit. Shoppen, Wandern, Fotografieren, auf langen Landstraßen cruisen, sich durch kleine Dörfchen treiben lassen. Seit meinem ersten Besuch in New York 2008 war ich angefixt von diesem Land und seit 2010 auch jedes Jahr mindestens einmal dort gewesen.

Doch Ende 2018 war für 2019 noch kein Urlaub in den USA geplant. Karneval in Neapel war gebucht, Ostern in Schottland und der Sommer in Kenia / Tansania ebenso. Alles Urlaube, auf die ich mich wahnsinnig gefreut habe – aber eben nicht die USA.

Anfang Januar trafen wir uns mit unseren Fotostammtischfreunden zum Essen. Ich hatte Kati gefragt, ob sie nicht mal mitkommen wolle, um die anderen kennenzulernen – schließlich fotografiert sie ja auch. Sie sagte zu, und so saßen wir in einer schönen großen Runde zusammen. Wir quatschten über alles mögliche, auch über unsere Reisepläne für das gerade junge Jahr – und da ließ Kati die Bombe platzen: Sie wollte über Silvester nach New York. „Wow“, dachte ich nur, „die Glückliche – ein Traum!“. Wir redeten ein wenig über New York und was man dort alles machen kann, als Kati mich auf einmal ansah und fragte, ob ich nicht mitkommen wolle. Ich glaube, die Antwort sah man mir sofort an, ich muss gestrahlt haben wie der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center.
Es gab nur ein kleines – äh ja – Problem: Wie sage ich es meinem Mann? Als er vom Buffet wiederkam, flüsterte ich ihm ins Ohr, ob er wohl Silvester auf mich verzichten könne? Er wusste natürlich sofort was los war und fast fiel ihm der Teller aus der Hand. Aber mein Mann wäre nicht mein Mann, wenn er sich nicht wahnsinnig für mich gefreut hätte. Und so konnte ich quasi schon mal halb zusagen.
Völlig aufgedreht fuhren wir später nach Hause, ich hatte nur noch Feuerwerk in New York zu Silvester im Kopf. Frank und ich schliefen (haha) noch mal eine Nacht drüber und am nächsten Morgen beim Frühstück stand fest: Ich fliege Silvester nach New York! YESSS!!!!!! Kati bekam direkt eine WhatsApp und so konnte das Abenteuer losgehen.
Kati kümmerte sich daraufhin in einem Reisebüro ihres Vertrauens um die Buchung von Flügen und Hotel. Wir schauten zwar parallel im Netz, aber das Angebot für das Hotel war wirklich unschlagbar günstig: zentrale Lage, ein Bett und eine Schlafcouch, Kitchenette und somit ein bisschen Platz. Wir schlugen zu und buchten direkt die Flüge, und so hatten wir noch im Januar die wichtigen Dinge fix gebucht.

Da es nicht darum ging, eine Rundreise zu planen und Wanderungen bzw. unbekannte Attraktionen auf einer Strecke aufzuspüren, ließen wir es mit der Planung erst mal ruhiger angehen. Ich blätterte in Reiseführern, schaute mich auf diversen Reiseblogs um und verfolgte so den ein oder anderen Reisebericht oder Broadcast.

Für mich sollte es nach 2008 und 2012 mit meiner Mutter und 2014 und 2017 mit Frank nun der fünfte New York Trip werden.
Als ich meinem Vater von meinen Plänen erzählte und er nur meinte: „Wie, schon wieder? Gibt es keine anderen schönen Ecken?“ fiel mir fast die Kinnlade auf den Tisch.

Je näher der Jahreswechsel kam, um so mehr gingen wir in die Planung. Das Gute an einem Städtetrip ist meiner Meinung nach, dass man in der Reihenfolge der Aktivitäten ja frei ist. Man kann sogar spontan noch Sachen einschieben und seine Pläne ändern. Deswegen gingen wir auch beide recht entspannt an die Sache.
Wir buchten also nur den Hubschrauberflug vor und das Footballspiel, alles andere wollten wir auf uns zukommen lassen. Außerdem kauften wir uns noch zwei New York Sightseeing Pässe, um so den Eintrittspreis bei manchen Attraktionen zu senken und die Schlangen umgehen zu können.

Trotz dieser entspannten Planung hatte ich eine sehr lange Liste mit Dingen die ich sehen und Ausflügen, die ich gerne machen wollte. Aber alles würde nicht klappen, so viel war klar. Dazu sind auch 10 Tage zu kurz.
Wer also wissen möchte was zwei fotobegeisterte Frauen über Silvester in New York erlebten, welche Enttäuschungen es gab und wo sogar Tränen geflossen sind, der ist herzlich eingeladen, uns zu begleiten!

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