19.04.2019 Eine kleine Rundfahrt über Skye, Fairy Pools und Neist Point

In dem tollen Haus sind die Betten perfekt – nicht zu hart und nicht zu weich. Wir schlafen also wie die Steine. Am kommenden Morgen ist der Ausblick von der hinteren Terrasse wunderschön:

Wir frühstücken gemütlich im Haus und lassen uns ein bisschen Zeit, schließlich haben wir ja Urlaub. Heute ist das Ziel, einen Überblick über die Isle of Skye zu gewinnen und schon mal ein Highlight anzusteuern. Je nach Wetterlage schauen wir dann, wie sich der Tag weiter entwickelt. Wir starten als in Richtung Norden der Insel. Kurz vor Uist halten wir am Straßenrand, da sie Umgebung einfach gigantisch ist. Wir sehen die Lachsfarmen im Wasser. Nachdem wir die Gegend eine ganze Zeit bewundert haben, fahren wir weiter.

Wir kommen unterwegs an ziemlich vielen Schafen vorbei. Schafe gibt es hier tatsächlich sehr viele, gefühlt kommen auf jeden Einwohner so 10 Schafe.

Nach einiger Zeit kommen wir am Parkplatz für Quaraing vorbei. Da wir hier aber eigentlich laufen wollen, verschieben wir den Stop und fahren weiter zum Kilt Rock und  Mealt Waterfall. Diese befinden sich auf der Ostseite der Isle of Skye und liegen deswegen am Vormittag im Licht. Der Kilt Rock ist der weiter nördlich gelegene Fels, der seinen Namen der Ähnlichkeit mit – natürlich – einem Kilt verdankt.

Auf dem Parkplatz kann man frische Snacks und Tee bekommen. Das sieht auch alles superlecker aus, aber wir haben ja eigentlich gerade erst gefrühstückt und sind daher noch pappsatt.

Wir fahren an der Ostseite weiter und erreichen den Parkplatz für den Old Man of Storr. Hier ist gerade eine Völkerwanderung unterwegs, außerdem hat es sich zugezogen und es nieselt. Also fahren wir weiter nach Portree und schlendern hier durch den Innenstadtbereich. Wir kaufen uns Kaschmir – Pullover, die man wohl sogar in der Maschine waschen kann. Da wir doch so allmählich Appetit bekommen, gehen wir im Café Arriba eine Kleinigkeit essen. Die Portionen sind recht groß, wir werden alle satt und es schmeckt auch richtig gut.

Wir entscheiden uns, zu den Fairy Pools zu fahren, da wir davon wahnsinnig tolle Bilder gesehen haben. Nach einer guten halben Stunde kommen wir am Parkplatz an, zahlen brav die Parkplatzgebühr und laufen zu den Pools. Diese werden durch einen Fluss gebildet und sehen auf Bildern immer wunderschön aus. Was wir allerdings nicht bedacht haben: es ist sehr trocken momentan, und deswegen führt der Fluss nur wenig Wasser. Somit sehen unsere Bilder natürlich nicht so aus wie die, die wir im Kopf hatten – mit Nebel, saftig grünen Berghängen und viel Wasser. Aber gut, so ist es nun mal und wir sind auch nicht böse drum, gutes Wetter zu haben. Also fotografieren wir halt so gut es eben geht.

Wir beobachten auch Leute dabei, wie sie von den Felsen in die Pools springen, um dann zwischen den Becken hin und her zu tauchen. Fanden wir sehr mutig oder ortskundig. In manchen Pools haben sogar Familien gebadet – sooo warm war es aber gar nicht. Wobei Briten da ja mehr Wetterhärte nachgesagt wird….Zumindest dieses Vorurteil scheint zu stimmen.

Wasserfälle kurz vor dem Parkplatz

Wieder am Parkplatz überlegen wir kurz, was wir nun tun wollen, denn so ganz früh ist es nun nicht mehr. Zunächst fahren wir zur Talisker – Destille in der Hoffnung, hier noch mal kurz hineinschnuppern zu können, aber leider ist hier schon zu. Nach einer kurzen Lagebesprechung auf dem Parkplatz wollen wir dann zur Talisker Bay, ein wenig Strandluft schnuppern und den Sonnenuntergang ansehen. Auf dem Weg zur Talisker Bay kamen wir nicht so schnell voran, da wir ständig angehalten haben, um die Schafe anzugucken.

Man kann nicht direkt zum Strand fahren, sondern muss vom Parkplatz aus noch ungefähr anderthalb km laufen. Die Landschaft hier ist einfach wieder unbeschreiblich schön!

Unser Auto ist natürlich gegen Diebstahl gesichert, wie mir hier auffällt. Ist schon ein bisschen gruselig, ständig so überwacht zu werden.

Eine Pfauenzucht mit weißen Tieren – sie sehen sehr ungewöhnlich aus, aber nicht weniger schön.

Bevor wir losgehen, überlegen wir, doch noch zum Neist Point zu fahren. Dort kann man direkt parken und muss nicht mehr laufen, außerdem würde es zeitlich noch klappen. Na gut, dann steigen wir halt wieder ins Auto und fahren eine gute Stunde bis zum Parkplatz des Neist Point. Unterwegs sehen wir natürlich wieder Schafe.

Am Neist Point ist es windig, deswegen bleiben Frank und ich erst mal im Auto sitzen, während Martin und Holger schon mal die paar Meter zum Aussichtspunkt gehen. Aber lange hält es uns auch nicht im Auto, und so gehen wir auch mal schauen. Hier am westlichsten Punkt der Insel sieht man bei entsprechendem Wetter einen tollen Sonnenuntergang!

Darauf warten hier so einige Fotografen, aber es ist Richtung Westen diesig. So bleiben wir hier so lange es die Kälte zulässt und genießen bibbernd den Anblick.

Irgendwann fällt uns auf, dass wir noch gar nicht richtig gegessen haben und wir beschließen, auf dem Weg Richtung Haus nach einem Restaurant Ausschau zu halten. Unterwegs sehe ich diese Telefonzelle und muss einfach kurz für ein Bild aus dem Auto springen.

Es stellt sich als unmöglich heraus, etwas essen zu gehen. Alle Restaurants sind ausgebucht und wir müssten recht lange auf einen Tisch warten. Also fahren wir noch schnell kurz vor Ladenschluss in den Supermarkt und kaufen Nudeln, Hack und Tomatensauce für das Abendessen. Natürlich darf das leckere Skye Bier nicht fehlen!

Wir bleiben noch lange zusammen sitzen und quatschen, eher wir recht spät schlafen gehen.

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