18.10.2019 Über Mount Tamalpais und Muir Woods Richtung San Francisco

Heute packen wir direkt morgens früh die Koffer. Die Wäsche, die von gestern noch zum Teil feucht war und verstreut im Zimmer zum Trocknen gelegen hat, wir nun auch eingesammelt und verstaut. Irgendwie nimmt alles im Urlaub immer mehr Platz im Koffer ein als zu Hause. Nach dem wieder sehr leckeren Frühstück drehen wir noch eine kleine Runde mit dem Auto um den Marktplatz und genießen den schönen Anblick.

Auf dem Weg zu unserem heutigen Tagesziel sehen wir dieses schon für Halloween dekorierte Haus. Wir halten direkt an und springen aus dem Auto. Wahnsinn, wieviel Mühe sich die Besitzer geben – oder die Besitzerin?

Nach einiger Fahrt kommen wir am Tagesziel, den Muir Woods, an. Wir haben im Vorfeld Tickets für den Parkplatz gekauft, sind aber viel zu früh. Der parkplatzwächter schickt uns erst mal noch weg da keine freien Parkplätze da sind. Also fahren an den Strand – ich möchte ja noch so ein, zwei kalifornische Surferboys sehen!
Am Muir Beach angekommen parken wir und bibbern uns an den Strand. Es ist hier nicht ganz so warm, wie man sich das an einem kalifornischen Strand so vorstellt. Aber sehr schön und die Häuser kosten bestimmt auch ein kleines Vermögen.

Hab ich Surferboy gesagt? Also, darunter stell ich mir ja eigentlich große, durchtrainierte, blonde, braungebrannte junge Männer vor, die lässig mit ihrem Surfbrett durch die hohe Brandung gleiten. Na ja, hier treffen dann Wunsch und Realität aufeinander….

 

Da die Gegend hier recht schnell fertig angeguckt ist, nutzen wir die restliche Zeit bis zu unserer Parkplatzverabredung noch, um auf den Mount Tamalpais zu fahren.
Die Fahrt zieht sich zwar ganz schön, aber ist wunderschön. Am Parkplatz angekommen haben wir noch genug Zeit, um uns nach der ganzen Sitzerei noch ein wenig die Beine zu vertreten.
Man könnte ja bis San Francisco blicken, aber irgendwie liegt da Nebel zwischen uns und der Stadt. Den finden wir allerdings auch nicht uninteressant und genießen den Anblick.

Der Weg war jetzt nicht besonders weit oder schwierig, aber sehr schön. Zufrieden fahren wir nun zu den Muir Woods, um hier ein bisschen zu wandern. Dafür hab ich mir im Vorfeld ein paar Reiseberichte durchgelesen und so erfahren, dass hier eigentlich ein Rundweg besteht, der immer wieder abgekürzt werden kann. Es gibt auch noch mehrere lange Wanderwege, die aber leider zeitlich nicht passen. Erst mal geht es zum Eingang des Parks.

Im Visitor – Center ist gleichzeitig der Shop untergebracht und ich kaufe noch Magnete und Lesezeichen ein. Dann geht es durch das toll gestaltete Tor in den Park.

Zum Glück ist es nicht ganz so voll und wir gehen nun entspannt unter den Riesen entlang. Hier ist es angenehm von der Temperatur, der Weg ist recht eben bzw. als Holzweg angelegt und man kann hier ganz bequem spazieren.

Gut so, denn so können wir die Umgebung besser genießen!

Da der main trail nicht besonders lang ist, sind wir nach 3,5 km wieder am Eingang. Auch wenn das jetzt wenig oder langweilig klingt – das war es keinesfalls!

Heute fahren wir zwar noch nicht zurück nach San Francisco, aber wir werden den Abend so verbringen, dass wir die berühmteste Sehenswürdigkeit noch mal richtig würdigen!
Dazu fahren wir weiter in Richtung Süden und biegen auf die Conzelman Road ab.

Wir arbeiten uns langsam wieder zurück in Richtung Highway 101. Am liebsten würde ich ja gegen Abnd vom Vista Point North aus Bilder machen, aber google maps ist der Meinung dass ich dazu erst über die GGB nach San Frnacisco hineinfahren muss, um dann an der ersten Abfahrt zu drehen und zurück zu fahren. Das Ganze dauert dann auch nur 30 Minuten und das wo ich den Vista Point von hier aus sehen kann?! Da muss es doch eine andere Lösung geben.

Diese Lösung gibt es dann wohl auch – ich entdecke durch die Kamera einen kleinen Parkplatz auf „dieser“ Seite der 101, und man wird schon irgendwie auf die andere Seite kommen. Ich klicke auf diesen Parkplatz bei google maps und lasse mich dorthin navigieren.

Dort angekommen sehen wir, dass man direkt unter der Brücke durchgehen kann. Das Ganze ist recht spooky, da der Untergang verlassen wirkt und man komplett nach unten durchgucken kann. Ich gucke also stur geradeaus, nehme das Stativ fest in die Hand (man weiß ja nie) und dann marschieren wir Hand in Hand auf die andere Seite der Straße.
Dort angekommen gucken wir uns den Rastplatz an (na ja, ein Rastplatz halt) und suchen einen netten Platz, um dem Himmel beim Verfärben zuzugucken.

Neben uns stehen zwei Junge Männer, die sich enthusiastisch als „Lightpainter“ bezeichnen. Fotografie sei ihr großes Hobby – und sie bewundern mich für meine Weitsicht, ein Stativ mitgebracht zu haben. Irgendwie murmele ich mir eine Antwort in den nicht vorhandenen Bart so nach dem Motto dass ich sonst auch schon mal die vorhandenen Mauern nutze.
5 Minuten später sind sie weg. Äh – wie bitte? Das Licht verändert sich doch erst jetzt?? Aber ok, jeder nach seinem Gusto. Wir machen noch ein paar Bilder.

Wir packen dann auch zusammen und gehen unter der Brücke her zurück zum Parkplatz. Unser Auto steht alleine hier, und so steigen wir fix ein und fahren dann zurück nach Norden in unsere Unterkunft. Diese ist nur ein paar Meilen weiter, eine Travellodge direkt am Highway.
Wir checken ein, bringen die Koffer aufs Zimmer und fahren erst mal was Essen. In Corte Madeira gibt es eine Cheesecake – Factory, die steuern wir an.
Nach dem Essen bummeln wir noch durch die umliegenden Läden und fahren dann ins Motel zurück.
Uns ist klar, dass wir diese Gegend nur angerissen haben, aber toll ist es hier auf jeden Fall – so müssen wir wohl noch mal wiederkommen!

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