26.07.2018 Von Florence nach Seaside

Heute steht ein langer Fahrtag an. Wir wollen die Küste weiter nach Norden fahren, das heutige Ziel heißt Seaside. Dies liegt etwas nördlich des bekannten Ortes Cannon Beach. Dort waren uns die Unterkünfte schlicht zu teuer im Sommer. Unterwegs wollen wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten bestaunen – und ich möchte mich besser mit meiner Sony vertraut machen.

Nach einem mehr als dürftigen Frühstück machen wir uns auf den Weg. Das erste Ziel heute ist das Heceta Head Lighthouse ein bisschen nördlich von Florence.

Wir parken am Strand und ich bewundere, wie die Sonnenstrahlen durch den Nebel und die Brücke fallen.

Wir gehen erst zum Strand und schauen uns in der Bucht ein wenig um – noch sind wenige Menschen hier.

Wir gehen den Weg Richtung Lighthouse, weit ist das nicht. Man hat immer wieder schöne Blicke in Richtung Strand.

Unterwegs kommt man an einem wunderschön gelegenen Bed & Breakfast vorbei, was mir allerdings für mehr als eine Nacht zu einsam wäre.

Durch die Bäume sieht man schon das Lighthouse blitzen:

Oben angekommen schauen wir uns um und trinken auf der Bank eine kalte Cola light, die wir vorher in dem Andenkenladen gekauft haben.

Auf dem Weg nach unten treffen wir noch diesen Burschen hier:

Wieder am Parkplatz angekommen fahren wir den Oregon Coastal Highway weiter.

Unser nächster Stop ist Cape Perpetua, wo wir uns wieder ein bisschen die Beine vertreten. Der Strand ist wirklich sensationell, ich könnte hier ewig sitzenbleiben und mir das Wasser anschauen. Am „Sprouting Horn“ warten wir eine ganze Zeit darauf, dass das Wasser mit genug Wucht in das schmale Loch gedrückt wird, um oben dann seh- und vor allem hörbar wieder durch das Horn hinauszukommen. Dafür ist das Wetter heute dann allerdings zu gut und die See zu glatt. Aber so ein bisschen kann man erahnen, wie es hier aussehen könnte.

So ein bisschen sproutet es ja doch…

Wir fahren weiter und halten in Yachats an. Es ist schon Mittag und wir haben Hunger. Aber irgendwie gibt es hier wenig Möglichkeiten, etwas zu essen. Ein Cafe, in dem es eher so Kleinigkeiten gibt, ist komplett überfüllt, die Pizzeria daneben hat noch nicht auf. Wir landen schließlich in einem Restaurant, das gerade erst geöffnet hat und essen sehr leckere Burger.

Wanddekoration

Von hier aus haben wir noch drei Stunden Fahrt vor uns bis zu unserem ziel – und wir möchten uns ja noch in Tillamook die Käsefabrik anschauen. Also sehen wir zu, dass wir fix weiterkommen.

Da ich auf der langen Strecke doch recht müde werde, steigen wir ab und an aus, um ein bisschen frische Luft zu schnappen und ungewohnte Shops zu entdecken.

Gegen 17 Uhr kommen wir an der Käsefabrik an – was ein Riesending! Während wir durchgehen, wird uns klar, dass dies hier natürlich nur ein kleiner Teil der gesamten Käseproduktion sein kann. Denn so ziemlich überall hier im Westen der USA steht auf der Käsepackung „Tillamook“ drauf.

Der Eingang mit der freundlichen Kuh

Die Schlange für das Eis ist ziemlich lang, und so entschließen wir uns, einfach einen Joghurt mit drei Toppings zu essen – ich hatte Schokoladensoße, m&ms und Snickers Crunch – superlecker. Und fast keine Schlange davor (rechts im Bild).

Im ersten Stock kann man durch eine Ausstellung gehen, bei der der besondere Clou ist, dass man durch große Fenster direkt in das Innere der Fabrik sehen kann. Am jeweiligen Fenster sind die Arbeitsschritte von der Milch bis zum Käse genau erklärt, und unten in der Halle kann man direkt sehen, wie dort gearbeitet wird.

Ein bisschen Firmengeschichte.

Am Ende des Rundganges gibt es diverse Käsesorten zum probieren, ehe man in den Verkaufsraum kommt. Hier gibt es diverse Sorten Käse, Gewürze, Kochzutaten, Schürzen, Wanderbücher, und und und.

Leider nur in Kindergröße

Wir verabschieden uns von der Kuh und fahren zum nächsten Walmart, wo ich mir fertigen Frappuccino hole, um einen kleinen Koffein – Kick für das Auto zu haben.

Auf dem weiteren Weg halte ich noch einmal an, um dieses Küstenpanorama zu fotografieren:

Da es schon recht spät ist, fahren wir nicht direkt bis nach Seaside durch, sondern halten direkt in Cannon Beach, um uns den berühmten Haystack Rock schon mal anzusehen. Ich habe natürlich die Hoffnung auf eine schönen Sonnenuntergang, aber bei den Wolken über dem Wasser fürchte ich, dass ich nicht viel davon sehen werde.

Es dauert eine Zeit, bis wir einen Parkplatz finden – zum Glück sind die meisten Tagesgäste schon weg. Hier in Cannon Beach darf man quasi nirgendwo parken, es sei denn man ist Anwohner oder wohnt im Hotel.

Auf dem Weg zum Strand sagt meine Mutter plötzlich magische Worte: „Da ist ein Kolibri!“. Ich bin wie elektrisiert, denn so ein schönes Tier sieht man nicht oft, und es ist sehr , sehr schwierig zu fotografieren – und ich habe natürlich nur die mir noch recht unbekannte Sony um den Hals hängen. Ich überlege kurz, zum Auto zurück zu sprinten, um die Canon zu holen, aber bis dahin könnte er natürlich weg sein.

Aber was soll’s – ich versuche trotzdem mein Glück. Nach zwei, drei „Sicherheitsphotos“ stelle ich immerhin noch zwei Sachen anders ein, und schon habe ich das Gefühl, dass ich immerhin nun scharfe Bilder mache:

Na ja, den ganzen Vogel bekommt man eh kaum scharf, so schnell wie er mit den Flügeln schlägt – aber immerhin den Rest des Piepmatzes.

Ich bin auf den ersten Blick beim Anblick der Bilder auf dem Display sehr zufrieden, und nachdem der Kolibri weiterfliegt, gehen wir an den Strand. Der erste Blick auf den Haystack Rock ist eher ernüchternd, denn so grau in grau ist er nicht besonders umwerfend.

Wir schlendern weiter und bewundern die tollen Häuser mit Blick auf den Strand – das könnte mir durchaus auch gefallen!

Wir drehen um und fahren nun endgültig bis nach Seaside. Hier checken wir ein und gehen auch direkt auf das Zimmer. nach dem langen Tag machen wir auch nicht mehr viel, sondern duschen nur noch, trinken gemeinsam eine Dose Bier und essen ein paar Cracker, ehe wir schlafen gehen.

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