19.07.2018 Fahrt zum Mt. Rainier

Wir stehen recht früh auf, denn wir haben heute einen langen Weg vor uns, bzw. wollen am Ziel noch Zeit verbringen. Also gehen wir frühstücken, beladen das Auto und fahren erst mal – zurück in Richtung Leavenworth. Ich habe dort schon vorgestern auf dem Weg einen Patchworkladen gesehen, und da möchte ich nun gern hin.

Das Geschäft hat noch nicht geöffnet, aber nebenan ist eine Art Supermarkt, der sich auf vorbeifahrende Touristen spezialisiert hat. Es gibt Marmeladen, Süßes, Obst, Sandwiches und viele tolle Naschereien für unterwegs. Wir erstehen Kirschen und ein bisschen was zum Knabbern.

Als das Stoffgeschäft öffnet, gehen wir hinein. Wir schlendern ein wenig umher, aber für einen ganzen Quilt möchte ich nicht einkaufen. 2017 habe ich mir in Bar Harbor ein Paket gekauft, mit dem ich einen Untersetzer für den Schreibtisch nähen konnte, und so etwas in der Art schwebt mir nun hier auch vor. Das gibt es aber leider nicht, aber ein wunderschönes Paket mit Fat Quartern, die von der amerikanischen Flagge inspiriert sind. Der Stoff sollte auf jeden Fall für einen größeren Untersetzer („mug rug“) reichen. Von hier aus geht es dann weiter in Richtung Mt. Rainier.

Der Blick unterwegs lässt einen grossartigen Fahrtag erahnen.

Als wir durch Yakima fahren, sehen wir einen Denny’s – und müssen natürlich hinein.

Von dort aus fahren wir dann direkt zum Mt. Rainier, der Plan ist es, unterwegs nicht erst einzuchecken, um so mehr Zeit im Park zu haben.

Als wir um eine Kurve kommen sehen wir dieses Panorama:

Es haut uns aus den Socken. Wir fahren an den Rand auf einen Parkplatz der hier genau richtig ist – der erste Blick auf den Berg, und dann direkt so postkartenmäßig mit einem Wolkenkranz. Wie immer stehen hier viele Infotafeln, die sehr interessant sind und informativ das Wissen vermitteln.

Wir schwingen uns wieder ins Auto und fahren weiter. Die US 12 wird in den Reiseführern als eine der schönsten Straßen der USA gewürdigt. Für mich ist sie allerdings eher anstrengend, da hier ein Schlagloch auf das andere folgt, die Straße sich sehr eng windet und man nicht sehr weit gucken kann.

Als wir in Ashford ankommen, checken wir in unsere Bleibe ein. Es ist direkt das Gateway Inn, also mit Blick von der Terrasse auf das Eingangsschild des Nationalparks. Die Zimmer sind klein, aber es gibt eine Mikrowelle, Kaffeemaschine und einen Kühlschrank im Küchenbereich.

Der Schlafbereich ist winzig, und ich bin froh, das ich meine packing cubes auf dem Tisch stapeln kann.

Von hier aus fahren wir weiter nach Paradise.

Die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde – auch, weil wir fast überall anhalten, um die wunderschöne Landschaft zu genießen.

Wir schauen uns ein wenig im Visitor – Center um und vertreten uns die Beine. Allerdings packt uns dann der Hunger, und die Essensausgabe im Visitor Center hat schon geschlossen.

Also fahren wir nach Ashford und gucken uns das Städtchen an. Hübsch ist es hier!

Wir kaufen Postkarten in einem Geschäft, das für kleinere Städte in den USA typisch ist: Es gibt alles. Vom Angelhaken über Tiefkühlgerichte, Süßigkeiten, Alkohol, Duschgel, Schrauben, Werkzeug….. Herrlich, wir könnten hier stundenlang stöbern. Wir kaufen tiefgefrorene Mac & Cheese und fahren in unser Häuschen zurück. Da wir mittags schon warm gegessen haben, heben wir uns die Mac & Cheese auf. Heute Abend essen wir Cracker mit Scheiblettenkäse, dazu das Rainier Bier auf der Veranda.

Ein perfekter Abschluss dieses schönen Tages!

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