15.07.2018 – Universitätsgegend, Boeing und Space Needle

Heute werden wir natürlich sehr früh wach. Der Jetlag lässt grüßen. Ich telefoniere per whatsapp mit Frank, der kurz vor dem Feierabend steht. Dies wird sich einpendeln, dass ich am Morgen als Erstes anrufe, während meine Mutter im Bad ist. Wenn wir dann Abends zurück auf unser Zimmer kommen, melde ich ich wieder bei ihm (abgesehen von den whatsapps zwischendurch bei offenem WLAN), zu dem Zeitpunkt ist er meist kurz davor, sich auf den Weg zur Arbeit zu machen.
Heute ist der Tag des WM – Finales Kroatien gegen Frankreich. In unserem jugendlichen Leichtsinn hatten wir schon überlegt, wo wir ein Finale morgens sehen könnten, falls Deutschland so weit kommt. 

:w-fahne_2:

Tja, nun haben wir ja Zeit. Also duschen wir ganz in Ruhe und gehen erst mal frühstücken. Hier lernen wir dann cream cheese strawberry kennen – genial! 
Im Vorfeld habe ich Karten für eine Besichtigung von Boeing gekauft, nachdem ich viel Gutes darüber gelesen habe. Auf dem Weg nach Norden kommen wir am Universitätsdistrikt vorbei, der in meinem Reiseführer hoch gelobt wurde.
Wir laufen ein wenig herum und kaufen bei safeway’s ein paar Cliff – Riegel und natürlich meinen geliebten m&ms mit Mandeln. 
Ansonsten sind wir hier recht schnell durch, so toll finden wir es gar nicht. Bilder gibt es daher aus der Gegend nicht.
Die Fahrt zu Boeing klappt reibungslos, wir haben absichtlich den Sonntag gewählt, um den Berufsverkehr zu umgehen. 

In der Eingangshalle hängen viele Flaggen, die ich erst mal fotografiere. Vor der Führung muss man alle Wertgegenstände, Rucksäcke, Fotoapparate und besonders auch Handys einschließen. 
Da wir noch Zeit haben, gucken wir uns im Shop um . Ich erstehe ein Taschenmesser für meinen Vater und eine planespotter – Karte kauft meine Mutter für Frank. Wir kaufen uns Shirts, auf denen vorne die amerikanische Flagge aufgedruckt ist mit kleinem Boeing – Emblem auf dem Ärmel.
Direkt vor der Führung gibt es den Amerika – typischen Vorstellungsfilm und ein paar Verhaltensregeln. Danach werden wir in zwei Bussen zu der riesengroßen Halle gefahren. Durch einen Tunnel gelangen wir hinein und sind wegen der Größe erst mal total platt. 
Die Zahlen die uns um die Ohren gehauen werden sind unglaublich. Natürlich habe ich sie mittlerweile vergessen. Ich weiß halt nur noch, dass alle Montageschritte genau geplant sind, und besonders die Choreographie um die Logistik der Teile herum ist sehr komplex, da ja zum Teil mehrere Millionen Teile gebraucht werden für ein Flugzeug. Es werden x Flugzeuge gleichzeitig gebaut, und da müssen die benötigten Teile rechtzeitig da sein. 
Die Halle ist riesig. Unvorstellbar riesig. Da man darin nicht fotografieren darf, zeige ich Euch gleich das Gebäude von außen. 
Nach der Tour, die – ich glaube – ein Stunde dauert, gehen wir auf das Aussichtsdeck.

Von da aus gehen wir in das Boeing – Museum und Ausstellung. Hier werden einige physikalische Phänomene näher erklärt, zum Beispiel wie ein Flugzeug überhaupt fliegt.

Wir schauen uns um und entdecken ein altes Flugzeugcockpit, 

und Teile der ISS

Einen Flugzeugrumpf kann man auch sehen:

Nach einem Besuch im Cafe fahren wir zurück nach Seattle. 
Da wir morgen mit den Öffentlichen fahren wollen, fahren wir nun zum Areal rund um die Space Needle, da dieses Gebiet noch ein Stück außerhalb liegt aus der Innenstadt.


Wir fahren von Boeing kommend zu einem Parkplatz in der Nähe der Space Needle. Auf dem Weg dorthin können wir sie schon mal bestaunen. 

Da wir nicht bei der Mittagssonne oben sein wollen, wollen wir uns Tickets für den Nachmittag holen und bis dahin die Zeit so verbringen. Man kann ein Kombiticket kaufen, das die Space Needle mit dem Chihuli garden and glass museum verbindet, so ist der Gesamteintritt etwas reduziert. 
Um kurz vor vier gehen wir hinein. 

Nachdem wir Ostern in Venedig waren und dort auch viel tolle Glaskunst gesehen haben, sind wir hier nun ziemlich gespannt. Aber erst mal kommt man in einen großen Raum in dem Quilts der Ureinwohner gezeigt werden. 

Da schlägt mein Handarbeitsherz natürlich gleich höher! 
Im nächsten Raum werden dann die Kreationen des Herrn Chihuli gezeigt und ausführlich erklärt. Das habe ich mir gar nicht so genau durchgelesen, die Exponate fand ich definitiv beeindruckend. 

Nachdem wir hier den inneren Ausstellungsteil so weit gesehen haben, kommen wir in einen Raum mit Glasdecke, durch die man auch wieder die Space Needle sehen kann. 

Von hier aus gelangt man in einen Garten, der auch mit allerlei Glaskunst verschönert ist. 

Und nach 45 Minuten sind wir eigentlich auch fertig hier. Wir haben uns zwar Zeit gelassen, aber besonders groß ist das Museum nicht. Noch mal müsste ich hier auch glaube ich nicht hinein.

Wir schlendern noch ein wenig draußen rum, denn wir haben unsere Tickets erst für 18.30 Uhr.
Das Museum of Pop Culture würde mich zwar reizen um die Zeit zu überbrücken, aber für eine gute Stunde lohnt sich das dann doch nicht.

Also gehen wir erst mal in einer Sportsbar in Ruhe essen.
Von hier aus gehen wir dann zum Eingang und fahren nach oben.
Leider ist es nicht möglich, die komplette Plattform zu umrunden, da ein Teil gerade renoviert wird.
Meine Mutter hat eigentlich Probleme mit Höhe, aber sie setzt sich ganz stolz auf die umlaufende Bank.

Wir haben richtig Glück mit dem Wetter, so dass wir schön weit gucken können. Man sieht sowohl die Stadt gut als auch den Olympic National Park.

Um kurz vor acht sind wir wieder unten und fahren – nun doch recht müde – in Richtung Hotel. Wir haben im Reiseführer vom tollen Blick von Alki Beach aus in Richtung Downtown gelesen. Ich parke das Auto am Straßenrand und wir laufen ein wenig die Promenade auf und ab. An einem Getränkestand holen wir uns etwas zu trinken und setzen uns hin. Der Sonnenuntergang sieht richtig toll aus,

zumindest das was wir davon sehen. Als es dunkel ist, fahren wir zurück ins Hotel und gehen schlafen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert