Am 29.07. starten wir den Tag und fahren zunächst an die Südküste der Halbinsel Snæfellsnes. Unser erstes Ziel ist die Bucht Ytri‑Tunga – genau die Stelle, an der man oft Tiere sieht. Und wir haben wirklich Glück: Überall Vögel, dazu entdecken wir sogar eine Robbe. Wir bleiben eine ganze Weile, fotografieren, beobachten und genießen einfach die Szenerie. Besonders schön ist auch der Blick in die andere Richtung: diese typisch isländische Landschaft mit Bergen, Wasserfällen, saftigen Wiesen und dem Strand davor.











Danach fahren wir weiter zu den Basaltsäulen bei Gerðuberg Cliffs. Die stehen wie eine riesige, gleichmäßige Wand in der Landschaft, fast wie von Menschen gebaut. Besonders bei blauem Himmel wirkt das Zusammenspiel der Farben extrem stark: das dunkle Basalt, das satte Grün der Wiese und darüber der Himmel mit ein paar Wolken. Wir fotografieren hier eine ganze Zeit.






Danach kommt der typische Geocacher-Teil des Tages. In der Gegend ist vor ein paar Tagen ein neuer Cache veröffentlicht worden – und natürlich wollen wir schauen, ob wir vielleicht die Ersten sind. Also machen wir uns auf den Weg Richtung Gullborgarhellir



Das Gebiet ist ein Lavafeld. Auf der Karte sind Wege eingezeichnet, vor Ort wirkt es eher wie ein Netz aus Trampelpfaden. Die Lava ist bröckelig, teilweise schon mit Moos bewachsen, und wir suchen uns Schritt für Schritt unseren Weg über die Steine.
Am Ziel stellt sich heraus: Der Cache liegt in bzw. an einer offenen Lavahöhle. Oben offen, nach unten geht es ein paar Meter rein. Wir überlegen kurz, ob wir wirklich runter wollen – und entscheiden uns dann dafür. Also rutschen wir halb auf dem Po vier, fünf Meter hinunter und bewegen uns noch ein Stück weiter unterirdisch. Der Handyempfang ist natürlich sofort weg.





Wir finden den Cache – allerdings nicht als Erste. Drei andere waren schon da und haben sich ins Logbuch eingetragen, aber noch nicht online geloggt. Für uns bleibt also Platz vier.

Der Rückweg hat es auch noch mal in sich: Der Aufstieg aus der Höhle ist nicht gesichert, kein Seil, nichts. Immerhin sind die Steine groß genug, dass man halbwegs gut treten kann. Danach geht es wieder über das Lavafeld zurück. Und da kommt dann auch der Gedanke: Das war vielleicht nicht die cleverste Idee. Kein Empfang, instabiles Gelände, versteckte Hohlräume unter uns – wenn hier etwas passiert wäre, hätte uns so schnell niemand gefunden.



Wir fahren anschließend zurück Richtung Stykkishólmur und gehen dort noch ein bisschen am Hafen spazieren. Und dann kommt ein echtes Highlight zum Abschluss: Fish and Chips an einer kleinen Bude am Hafen.
Ganz ehrlich – die besten, die ich je gegessen habe. Perfekt gewürzte, super knusprige Pommes, ohne zu fettig zu sein, und dazu diese kleinen Fischstücke – außen kross, innen saftig. Einfach richtig gut.
