29.12.2019 A walk in the park, ein sehr spätes, üppiges Frühstück und noch ein erstes Mal

Wir wachen noch immer recht früh auf, da uns der jetlag noch im Griff hat. Eigentlich ist unser Plan, jeden zweiten Tag im Hotel das oatmeal zu frühstücken und an den anderen Tagen frühstücken zu gehen. Heute ist der Plan, zu ihop zu gehen. Da war ich erst einmal zum Frühstücken, letzten Herbst in San Francisco. Aber zunächst gehen wir in den Central Park – der ist nur einen Block oberhalb des Hotels. Da wir noch früh dran sind, ist der Park sehr leer. Als wir zur Bow Bridge kommen, sind tatsächlich schon Leute da, die ein Verlobungsshooting machen.

Sie sagen direkt, dass ihr Shooting eine ganze Zeit dauern könnte. Ehrlich gesagt nervt mich so was – man kann ja mal eben andere Personen ein paar Fotos machen lassen, ehe man einen tollen Spot ewig belegt. Kati sieht das viel gelassener als ich. Ich gebe zu, dass ich da einfach mehr Mitdenken und Rücksicht erwarte, wobei viele Leute gar nicht wissen, dass ich Fotospots ohne Menschen schöner finde. Und insgeheim beneide ich Kati da um ihre Ruhe.

Netterweise (oder wegen meines bösen Gesichts) dürfen wir kurz die Brücke ohne Personen fotografieren. Ja, da muss ich wirklich wesentlich entspannter werden.

Wir fahren mit der Subway Richtung Union Square. Auf dem Weg zum ihop kommen wir an diesem Donut – Laden vorbei. Wir kaufen uns für nachmittgas je einen Donut – Kati mit Bacon, ich rein süß.
Die Donuts landen schweren Herzens im Rucksack, und wir laufen weiter Richtung ihop.

Um kurz nach 10 kommen wir am ihop an, die Mägen hängen irgendwo in den Kniekehlen. Bis wir das Frühstück wirklich vor uns stehen haben, vergehen lange 15 Minuten.

Ich nehme zwar ein sehr üppiges Frühstück mit Omelette und Pancakes, aber es bewahrheitet sich, dass der Magen mal wieder kleiner ist als die Augen. Vor allem, wenn das Frühstück sehr spät und schon nach einigen Aktivitäten ist, bin ich sehr hungrig und ehr schnell satt. Nach dem Omelette bin ich eigentlich satt, aber esse noch brav die Pfannkuchen. Das stopft zwar ohne Ende, aber so nach und nach wandern die Pfannkuchen in meinen Bauch. Die Kellnerin kennt das wohl schon und räumt erst mal nicht ab.

Von hier aus gehen wir noch mal zum REI, ich hätte auch gern einen Kaffeefilter. Das geht morgens wesentlich schneller, und für den Sommer brauchen Frank und ich eh einen Kaffeefilter.

Kurz vor dem Hotel sehen wir noch diesen tollen Weihnachtsbaum und Nussknacker. Die singen sogar….

Wir laufen nördlich des Times Square am m&ms store vorbei, aber es ist wahnsinnig voll hier – schon an der Tür stehen lange Schlangen. Wir machen also nur ein paar Bilder und gehen weiter.

Am Wellington Hotel wird der große Kranz abgenommen und per Pickup weggebracht.

Hier sind meine Einkäufe des Tages:

Im Hotel kochen wir uns einen Kaffee und essen unsere Donuts. Die sind wirklich superlecker, der Teig erinnert an ein Croissant , dazu die Schokolade – mega! Wir gehen langsam zum Port Authority Bus Terminal und holen uns die Bustickets. Der Bus fährt kurz danach und bringt uns direkt in einer Viertelstunde zum Stadion. Dort steigen wir aus und gehen über den Parkplatz zum Stadion. Ich finde absolut fantastisch, dass hier so viele Zelte aufgebaut sind und die Fans beider Mannschaften friedlich zusammen feiern. Als deutscher Fußball -Fan kenne ich das so überhaupt nicht – es gefällt mir aber wesentlich besser.

Direkt am Stadioneingang werden wir von diesen Drummern empfangen, die eine ziemliche Show abliefern.

Als wir auf dem Weg in unseren Rang den Parkplatz fotografieren spricht uns ein Ordner an, ob wir aus dem Ausland seien – wir bekämen als Erstbesucher ein Zertifikat. Das holen wir uns natürlich auch bei den Guest Services, ehe wir unsere Plätze aufsuchen.

Ich hole mir ein Bier, aber nichts zu essen, da ich von dem Donut noch satt bin (kein Wunder nach dem Frühstück). Das Bier kostet 13 $ – unglaublich. Aber es wirkt bei mir ordentlich, und ist somit jeden Cent wert.

Das Spiel wird landesweit im Fernsehen übertragen, es ist sogar ein Hubschrauber unterwegs.

Am Anfang des Spiels ist die Kapelle vom Eingang auf dem Feld, es gibt ein wahnsinniges Programm mit Flagge, Nationalhymne und Ehrung diverser Veteranen.

Für mich ist irritierend, dass auch im Spiel immer wieder Musik ertönt, bis der Ball wieder weggekickt wird. Wobei mir das durchaus gut gefällt. Es regnet allerdings ganz heftig, und es hört auch nicht auf. Dummerweise liegt mein Regencape zu Hause in Deutschland auf dem Tisch. Trotz regenabweisender Daunenjacke, Sweatjacke und diverser Shirts werde ich nass bis auf die Haut – durch ALLE Schichten hindurch. Entsprechend habe ich Lust, im Regen zu sitzen und mir da Spiel anzusehen. Ich beschließe, das American Football absolut nicht meine Sportart ist. Während der längeren Pause nach dem 2. Viertel gehe ich auf den Umgang, um mir eine Cola zu holen, denn ich möchte auch einen Souvenirbecher. Dort warte ich das komplette 3. Viertel, bis ich endlich dran komme. Na gut, ich bin nicht so ganz traurig, da ich so wenigstens überdacht stehe und nicht im Regen sitze.
Dennoch: es war eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte! Es wird nicht mein Sport, war aber ein tolles Erlebnis.
Im Anschluss an das Spiel machen wir noch einpaar Bilder von uns, und gehen dann zurück in Richtung Bus. Eigentlich haben wir Hunger, aber alle Stände schließen gerade, so dass wir nichts mehr bekommen.

Auf dem Parkplatz stellen wir uns in die Schlange für den Bus – die ist locker 400m lang aber gepflegt wie bei den Briten und alles geht ganz gesittet zu. Irgendwann sitzen wir im Bus zurück und erreichen spät das Hotel. Wir haben keine Lust mehr etwas zu essen, sonder gehen duschen und kuscheln uns ins Bett.

 

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