14.04.2019 Ein Tag in Edinburgh

Da wir ja schließlich Urlaub haben und die Wettervorhersage nicht nach einem schönen Sonnenaufgang aussieht, verabreden wir uns für 9 Uhr zum Frühstück. Das ist hier im Motel One auch sehr reichhaltig und lecker, so dass wir gut gestärkt um 10 Uhr in Richtung Innenstadt gehen. Heute nehmen wir den Weg über die Princes Street, wir möchten am Scott Monument vorbei. Dieses viktorianisch – gotische Denkmal ist für den Schriftsteller Sir Walter Scott und sieht sehr beeindruckend aus. Eigentlich wollen wir die Treppen hoch laufen, aber leider ist dies heute geschlossen- schade, aber wir werden dennoch heute unsere Schritte laufen, ganz bestimmt!

Jetzt im Frühling blühen hier die Narzissen überall wie verrückt, dazu die gepflegten Grünflächen – herrlich, mitten in der Stadt dieser kleine Park! Wir sehen wieder einen Dudelsackspieler, ganz dekorativ vor dem Schloss. Ich denke, dass diese hier ihre festen Punkte haben, an denen sie uns Touristen ein schottisches Gefühl geben sollen. Und als besonderes Erkennungszeichen spielen sie eigentlich immer die gleichen Lieder: „Scotland the brave“ oder „Flower of Scotland“ – und damit haben wir den Ohrwurm des Tages.

Ein Stück weiter hat man einen tollen Blick auf das Schloss.

Wir erreichen die Royal Mile heute durch ein Close – eine schmale Seitenstrasse, die eigentlich nur aus einer engen Treppe besteht und in die Häuserfront eingebaut ist. Da wir ein bisschen shoppen wollen, gucken wir uns in diversen Geschäften um und sind von der Menge an verschiedenen Tartans überwältigt.

Nachdem Schals und Rock gekauft sind, gehen wir in Richtung Edinburgh Castle wieder die Royal Mile entlang.

Unglaublich, was es hier für eine Auswahl gibt an Whiskies! Spannend finde ich die Idee des „Gast – Whisky“ : Da bietet ein Pub oder Restaurant zusätzlich zu seinem regulären Sortiment mal einen anderen Whisky an, damit den Gästen ja nicht langweilig wird bei der kleinen Auswahl und sie auch andere Geschmacksrichtungen entdecken können.

Vor der Burg stehen ein paar Leute, aber es ist nicht zu voll. Das Eis haben wir allerdings nicht probiert.

Eine alte Fackel vor dem Schloss, passend als Krone hergestellt.

Innerhalb des Schlosses laufen wir ein wenig herum. Der Blick auf die Stadt ist fantastisch, und wir entdecken auch unseren Standpunkt vom Sonnenuntergang gestern Abend.

Auch die Rohre an den Außenwänden sind verziert.

Wir holen uns in dem erstaunlich gut sortierten Café Tee und Scones. Die Preise sind moderat, die Auswahl wirklich groß und alles sieht sehr lecker aus. Damit setzen wir uns mutig draußen hin und lassen die Umgebung auf uns wirken.

Danach zieht es uns zu den schottischen Kronjuwelen. Wer schon mal im Tower von London war, kennt lange Schlangen und Transportbänder, die einen in einem ziemlichen Abstand an den Repliken der Kronjuwelen vorbei transportieren. Schlangen gibt es hier auch, allerdings ist das auch schon die einzige Ähnlichkeit mit London.

Zuerst geht es durch eine informative Ausstellung zur Geschichte der Kronjuwelen und Entwicklung der Form der heutigen Krone.

Nach der Ausstellung kommt man durch einen Gang in den Raum mit den Kronjuwelen. Hier sind Krone und Schwert nachgebildet, so dass man sie sich genau ansehen kann. Außerdem gibt es Infotexte in Brailleschrift.

In der Ausstellung mit den Kronjuwelen selbst ist Fotografieren verboten, was auch penibel überwacht wird. Hier sieht man nämlich die echten schottischen Juwelen und nichts Nachgemachtes. Der Raum ist ungefähr 25 Quadratmeter groß, mittig ist die Vitrine mit Krone , Schwert und Zepter, an der Wand befindet sich noch eingelassen und hinter Glas der Stein von Scone. Klar dass es von hier keine Bilder geben soll!

Danach schauen wir uns die Great Hall an, schon das Wappen ist beeindruckend:

Es gibt hier sowohl nette Plätze am Fenster…

… als auch Rüstungen und Waffen.

Die Decke ist wirklich beeindruckend!

Der Platz vor großer Halle / Eingang Kronjuwelen / Zugang zum Scottish National War Memorial.

In den Kasematten kann man eindrucksvoll sehen, wie die Gefangenen damals hausten. Es läuft auch ein Tonband – bedes zusammen lässt mich froh sein, in der heutigen Zeit zu leben!

Wir verlassen das Schloss und gehen wieder hinab zum Grass Market, Ziel ist das Nationalmuseum.

Auf dem Grassmarket sind genau die Stellen eingezeichnet, an denen man die besten Bilder machen kann – ich habe trotzdem woanders gestanden.

Frank steht ganz am rechten Fleck….

In der Nationalgalerie gibt es oben zum einen High Tea, zum anderen eine tolle Aussicht. Da wir ziemlich hungrig und durchgefroren sind, setzen wir uns erst mal hin und genießen guten Tee und köstliches Gebäck.

(Foto: M. Spülbeck)

Von der Terrasse aus haben wir noch mal einen tollen Blick sowohl auf das Schloss als auch auf die Statue von Bobby mit Pub und Friedhof dahinter.

Auf unserem Weg Richtung Parlament kommen wir an einem der typischen fast-food – Läden vorbei: fish & chips, Pommes, Burger, Pizza und – was bitte?? Stimmt, das habe ich schon mal gehört, aber eigentlich wieder vergessen. Es gibt frittierte Mars – Riegel.

Ganz unten auf dem Schild sieht man es…

Neugierig gehen Martin und ich hinein, das muss ich probieren! Der Besitzer merkt natürlich sofort was ich kaufen werde und sagt noch, dass man das unbedingt probieren müsse. Das werde ich – für 1,50 Pfund!

Der Geschmack ist dann – nun – gewöhnungsbedürftig. Es schmeckt nach frittiert und süß. Ok, hiermit habe ich offiziell etwas typisch Schottisches probiert und brauche kein Haggis mehr zu testen.

Wieder auf der Royal Mile gehen wir nun in Richtung des Parlaments, vorbei an dem Dudelsackspieler – neben dem sich zum Teil die Leute echt anstrengen, um mit ihm die verrücktesten Bilder zu machen: ein Junggesellinenabschied tanzt um ihn herum, andere singen laut mit – und wir wollen ihn einfach nur ablichten.

An der Kathedrale bewundern wir noch das schottische Einhorn, ehe so nach und nach immer weniger Geschäfte am Straßenrand sind und die Gegend weniger touristisch wird.

Das Moubray House sticht noch hervor zwischen den ganzen anderen Shops, aber wir haben ja schon einige Dinge gekauft. Schade, den Schal aus der Tür habe ich nicht mehr gesehen – man sollte die Dinge auch echt sofort kaufen, denn sonst sieht man sie nicht mehr!

Das Nationalparlament gefällt uns sehr gut, in die Mauern sind Steine aus ganz Schottland gearbeitet.

Der Eingangsbereich will sich von mir nicht fotografieren lassen, mir gelingt kein vernünftiges Bild. Daher konzentriere ich mich auf die Galerie / Museum gegenüber:

Die Eingangspforte ist sehr eindrucksvoll:

Von hier aus machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel, es ist bereits recht spät und wir sind vom langsamen Laufen auf dem Asphalt echt müde.

Gegenüber von unserem Hotel haben wir gestern schon einen wunderschönen Pub gesehen, in dem wir nun Abendessen wollen. Dies stellte sich als sehr gute Wahl heraus, denn die Bedienung ist sehr net und das Essen auch sehr gut (so wie das Bier).

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