01.08.2018 Ein Vormittag in Sequim und ein Nachmittag im Olympic National Park

Heute wollten wir eigentlich den ganzen Tag im Olympic National Park wandern. Eigentlich. Denn es liegt noch ne Menge Schnee auf vielen Wegen, und außerdem möchten wir ja beide noch gerne Weißkopfseeadler sehen. Also ändern wir den Plan und fahren vormittags nach Sequim an den Strand, denn da soll es – neben der Chance auf die Vögel – auch landschaftlich toll sein.

Wir fahren eine gute Stunde, folgen den Schildern zum Parkplatz am Strand und zeigen unseren Jahrespass vor. Danach dürfen wir in Richtung des „Dungeness National Wildlife Refuge“ gehen. Der Weg führt erst durch Wald und nach ungefähr 10 Minuten stehen wir an einem Weg, der uns ca. 50 Meter nach unten zum Strand führt. Hier gehen wir in Richtung des Leuchtturmes, wobei uns klar ist, dass wir nicht den ganzen Weg laufen werden.

Blick den Strand entlang

Während wir so den Strand entlanggehen, spitze ich Augen und Ohren, auf der Suche nach den Weißkopfseeadlern. Wir haben 2014 welche an der Ostküste im Acadia National Park gesehen, aber noch keine hier an der Westküste.

Es ist diesig und wir sehen viele Möwen.

Ansonsten ist es herrlich ruhig hier, es sind nur wenige Menschen unterwegs. Die Landschaft ist absolut beeindruckend, auch im Halbnebel.

Überall stehen Cairns

Da wir weder Adler hören noch sie sehen, drehen wir nach einer guten Stunde am Strand um und gehen langsam zurück zum Auto.

Im Wald finden wir noch dieses absolut interessant Schild:

Wir fahren durch Port Angeles in Richtung Hurricane Ridge. Da wir hungrig sind, machen wir einen kurzen Stopp bei Jack in the Box – und hier gibt es eine völlig unfassbare Auswahl an Getränken am Automaten:

Es gibt bis zu drei Untermenues und ich erstarre fast in Optionsparalyse. Dann nehme ich doch eine Diet Coke mit Vanillegeschmack (schmeckt lecker – künstlich – süß) zu Burger und Pommes.

Gut gestärkt geht es dann weiter, hoch in den Wald. Leider ist ein langes Wegstück Baustelle, so dass wir sehr lange brauchen, bis wir am Visitor Center ankommen.

Blick vom Parkplatz
Reliefmodell des Nationalparks

Wir sehen uns hier um, schlendern durch den Shop und laufen dann den Cirque Rim Trail. Der ist zwar nicht besonders lang oder anspruchsvoll, aber sehr schön. Direkt vor uns steht plötzlich dieses süße deer, und knabbert ganz entspannt am Gras.

Nach ein paar Minuten gehen wir vorsichtig weiter, noch blüht hier nicht viel.

Es liegt tatsächlich noch Schnee an einigen Hängen:

Leider müssen wir die Uhr im Blick haben, da wir ja noch packen müssen. Deswegen gehen wir gegen 15 Uhr 30 in Richtung Auto zurück. Aber vorher gibt es noch ein letztes Foto auf der Parkplatzmauer:

Eins ist klar – hier werde ich bestimmt noch mal hinkommen und mehr wandern!

Kurz vor dem Auto sehen wir dann eine Deermama mit zwei Kleinen – Hilfe, sind die niedlich!!

Nachdem die drei zu weit weg sind, fahren wir wieder in unser Motel. Wir packen den Koffer – und meiner ist auf einmal viel zu schwer? Hä? Nach dem Probepacken gestern KANN das eigentlich nicht sein, aber die Waage lügt nun mal nicht. Ich überlege, eine Sweatjacke hier zu lassen, die ich den Urlaub über immer wieder anhatte, aber zu Hause eigentlich sehr selten trage – und stoße auf erbitterten mütterlichen Widerstand. Eigentlich habe ich die Jacke ja aus genau dem Grunde mitgenommen: ich trage sie kaum noch, also kann sie eventuell im Urlaub bleiben und so Gewicht im Koffer sparen. Tja, falsch gedacht! Meine Mutter findet diese Jacke schön und sie sei ja noch völlig in Ordnung, und sie habe noch Platz im Koffer – also wandern ein paar Dinge von mir zu ihr. Die Jacke werde ich mir dann halt um die Hüfte binden, wer weiß wie kalt es morgen im Flieger ist…

Gegen 20 Uhr sind wir so weit fertig. Da wir keine Kekse und keinen Käse mehr haben, fahren wir in den Wal Mart und kaufen uns noch einen Salat. Nebenbei bewundere ich wieder mal die fertigen Torten:

Der absolute Traum von kleinen Mädchen!

Wir setzen uns wieder im Motel mit den Salaten noch ein wenig an den Pool und gehen dann irgendwann schlafen. Das war schon der letzte komplette Urlaubstag, leider.

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