04.01.2022 Ein Morgen im Bryce, Ausflug zur Mossy Cave und Weiterfahrt nach St. George

Heute haben wir es am Morgen mal nicht ganz so eilig, da wir nur ein kleines Morgenprogramm vor der Fahrt nach Saint George geplant haben. Das Ergebnis ist: Ich schlafe genau 20 Minuten länger. Na immerhin. Wir machen uns fertig, packen die letzten Reste zusammen und gehen frühstücken.

Ehe es noch mal in Park geht um noch ein paar Viewpoints anzufahren, gucken wir uns allerdings hier in Bryce Canyon City noch ein bisschen um.

Ja klar, das ist hier alles auf Touristen ausgelegt. Und natürlich sind die Läden geschlossen, aber das Preisschild an dem versteinerten Baumstumpf erschreckt mich dann doch.

Heute ist die Bryce Canyon NP Road ein Stück weiter freigegeben und somit kommen wir bis zum Farview Point.

Am Parkplatz des Bryce Point gesellt sich dieser sehr neugierige Rabe zu uns. Genau wie ich haben dazukommende Amerikaner direkt eine Assoziation zu E. A. Poe. Aber zum Glück ist hier kein Türsims und der Rabe krächzt auch kein „Nevermore“ auf uns herab. ( Wer es sich anhören mag: Hier die lange Version, das geht aber auch wesentlich knackiger und visueller. )

Wir gehen ein Stück vorbei am Bryce Point und laufen kurz am Rim entlang, aber der Schnee ist hier knöchelhoch und deswegen sitzen wir auch fix wieder im Auto.

Allerdings werfen noch einen letzten, ganz langen Blick in den Bryce und verabschieden uns. Auch wenn ich hier noch immer nicht viel gewandert bin, gefällt mir der Park gut und erinnert mich immer wieder daran, wie klein ich bin.
Auf dem Weg nach St. George halten wir noch an der Mossy Cave. Ich habe in einigen Reiseberichten davon gelesen und fand den Wasserfall durchaus nett. Am Parkplatz schnallen wir uns die Eisketten um, da es hier total vereist und spiegelglatt ist.

Wir sind hier auf der unteren Ebene des Bryce und können die Hoodoos von unten bewundern.

Wir queren ein trockenes Flussbett und laufen den Weg ein paar Meter weiter, hier steigt er ganz gut an.

Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf den komplett vereisten Wasserfall.

Um uns herum ist ziemliche Ruhe, da nur wenig andere Leute hier sind. Allerdings darf man den Trail nicht weiter laufen, ein Schild verkündet „Closed“. Schade eigentlich, aber brav wie wir sind gehen wir zurück zum Flussbett und laufen hier weiter.

Wir kommen den roten Steinen und dem Schnee wieder ganz nah und können uns an dem Kontrast einfach nicht satt sehen – besonders schön sieht das noch mit den grünen Bäumen aus.

Nach ein paar Minuten Spaziergang durch das Flussbett stehen wir dann vor dem Wasserfall. Wir haben noch nie einen vereisten Wasserfall in natura gehen und sind komplett begeistert.

Nachdem wir den Anblick ausgiebig genossen haben, machen wir uns langsam auf den Weg zurück zum Auto.

Am Schiff angekommen zeihen wir die Schneeketten aus und fahren los. Ich fahre ja nicht so gern mit Navi und düse los – schließlich habe ich mir den Weg ja vorher angeguckt und kann mich eigentlich ganz gut orientieren.

Nur dass das heute nicht so gut klappt und ich erst mal ein paar Meilen in die falsche Richtung fahre. Egal, dann drehen wir halt.
Unterwegs bekommen wir ziemlichen Hunger und wir machen einen Stop bei Denny’s in Cedar City. Die Bedienung erzählt uns, dass sie kaum Personal haben und deswegen abends schon um 19 Uhr schließen müssen, einige Gerichte sind auch ausverkauft. Ich esse also keine Nachos sondern irgend etwas anderes (ich weiß es grad nicht mehr). Von hier aus kommen wir ereignislos weiter in unser Hotel am Rand von St. George.

Wir bringen alle Sachen ins Hotel und beziehen unser schönes Zimmer. Ich springe nur kurz nach draußen, um den fantastischen Sonnenuntergang zu fotografieren. Um uns noch ein bisschen Bewegung zu verschaffen schlendern wir noch ein wenig an den Geschäften auf beiden Seiten der Interstate entlang.

Wieder im Hotel angekommen waschen wir noch ein paar Ladungen Wäsche und gehen schlafen. Auf Morgen freue ich mich schon sehr, da gibt es etwas komplett Neues zu sehen!

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