17.04.2019 Von Inverness über Loch Ness zum Eilean Donan Castle und Plockton

Nicht nur das Zimmer in unserem B&B, auch das Frühstück ist wirklich toll. Wir konnten zwischen einer „Vorspeise“und einem „Hauptgericht“ wählen. Meine Vorspeise ist ein Bananenporridge mit Zimt, die anderen nehmen einen Obstsalat. Wir sind komplett begeistert und ich auch eigentlich schon satt – aber dann kommt ein geniales Rührei mit schottischem Lachs. Wahnsinn! Martin hat wieder ein schottisches Frühstück, das durchaus lecker aussieht. So schön es hier ist, wir wollen heute weiter. Heute steht ein absolutes Highlight für mich auf dem Plan, sofern man in diesem tollen Urlaub einzelne Dinge als Highlight herauspicken kann.

Wir fahren wieder aus der Stadt heraus in Richtung Loch Ness. Am Loch liegt das Castle of Urquhart. Zuerst muss man am Parkplatz schon in einem Kassenhäuschen den Eintritt zahlen, danach geht man eine Treppe hinunter und landet dann direkt in einem Giftshop. Nebenan ist allerdings ein Café, das aber noch nicht geöffnet hat. Wir gehen durch den Giftshop nach draußen, und da liegt dann das Schloss vor uns am Rand des Sees. Trotz Nebel – ein Wahnsinnsanblick! Genau so habe ich mir Schottland immer vorgestellt.

Natürlich gibt es auch einige Informationstafeln hier. Spannend zu vergleichen, wie das Schloss früher angelegt war und was heute davon noch steht.

Schön, so leer am frühen Morgen!

Wir laufen zwischen den Ruinen herum und schauen uns alles an.

Man kann den Turm besteigen. Von oben hat man eine tolle Übersicht, auch auf die Landschaft.

Wir holen uns im Café einen Tee und setzen uns noch etwas auf die Terrasse, so allmählich kommt auch die Sonne raus. Wir fahren weiter in Richtung Westen, heute werden wir in Plockton übernachten. Unterwegs in Invermoriston halten wir für eine Biopause an, dabei sehen wir diese tolle Brücke.

Zwei deutsche Frauen spielen mit einer Rangerin ein Spiel: Jeder wirft einen Stock in den Fluss und wessen Stock zuerst auf der anderen Seite ist, gewinnt. Wir gucken uns das mal an und spielen nebenbei Photobomb für Martin (der hat da gar nicht genervt geguckt, nein…)

(Photo: M. Spülbeck)

Aber natürlich schaffen wir es alle noch, die Brücke zu fotografieren und so ist auch Martin wieder versöhnt 😉

Dieses Wohnhaus nebenan ist unglaublich schön, oder?

Wir haben ein bisschen Hunger – da trifft es sich gut, dass es ein Café in dem Ort gibt. Außerdem werden dort Seifen, Taschen, Bücher, Tee und so weiter verkauft. Das Sandwich mit Lachs ist sensationell lecker. Auch die Torten haben super ausgesehen, aber da passte nichts mehr in uns hinein. Außerdem kaufe ich ein paar Mitbringsel ein und für mich festes Shampoo und Conditioner. Ich habe ein paar Fragen zu den Produkten aus dem Bereich Kosmetik, und tatsächlich ruft die Kellnerin sogar bei dem Hersteller an – es geht nur niemand dran. Egal, ich kaufe die Sachen trotzdem.

Nach dem Essen fahren wir über die 87 weiter in Richtung Plockton. Unterwegs halten wir immer wieder an, da die Landschaft so wunderschön ist.

Uns fällt auf, dass das Gras auf den Hügeln braun ist und nicht so grün wie wir uns das gedacht haben. Auch die Bäche und Flüsse führen sehr wenig Wasser. Das passt zu dem, was gestern John auf dem Hof von Glenfarclas erzählt hat: Es regnet zu wenig.

Nach ziemlich vielen Stops kommen wir dann zum Eilean Donan Castle. Ich erinnere mich daran aus dem Film „Highlander“. Aber auch so ist es einfach toll, wie es da mitten im See liegt.

Wir schauen uns um auf dem Gelände, aber gehen nicht mehr in das Schloss, da es leider bereits zu spät ist. Nächstes Mal!

Kleine Erinnerung an alle vom Festland…

Noch mal mit Vordergrundginster von einem anderen Parkplatz.

Wir fahren weiter nach Plockton – laut Karte eine Strecke von 23 Meilen – aber die haben es in sich, wie die Zeitangabe von 45 Minuten nicht ganz ahnen lässt. Die gesamte Strecke ist eine Single Track Road durch eine wunderschöne Ginsterlandschaft – allerdings sieht man als Fahrer nicht sehr weit voraus, da die Straße eng, hügelig und sehr kurvig ist. Es könnte also ständig ein entgegenkommendes Fahrzeug plötzlich direkt vor einem auftauchen. Frank macht das super und wir kommen eine Stunde später in Plockton an. Dies ist ein wunderschöner Ort, der sehr geschützt in einer Bucht liegt. Hier wachsen sogar Palmen!

Wir gehen am Wasser ein Stück entlang. Danach essen wir in unserem Hotel (das wieder direkt über einen Pub verfügt) lecker zu Abend (mmmh, wenn ich an den Fishcake denke, dann läuft mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen). So richtig hungrig sind wir zwar nicht, aber wenn wir später vom Schloss zurückkommen, ist die Küche schon kalt.

Übrigens, erinnert ihr euch an das kleine Video aus dem ersten Beitrag dieser Reise? Martin hat heute Room Number Eleven 😉

Photo: M. Spülbeck

Wir schwingen uns wieder ins Auto und fahren zurück zum Eilean Donan Castle. Frank fährt wieder bravourös und wir kommen eine knappe Stunde später an. Der Mond geht gerade über den Hügeln auf.

Zeitgleich geht die Sonne unter – ein magischer Moment.

Frank und ich schlendern zum Schloss und machen hier Fotos direkt auf dem Schlossgelände. Da wir wissen, dass wir Martin und Holger im Bild sind, gehen wir zurück zu unserem gemeinsamen Standpunkt und fotografieren noch ein bisschen zur blauen Stunde.

Als es dunkel ist, fahren wir wieder nach Plockton. Erstaunlicherweise klappt die Fahrt nun im Dunkeln besser. Das liegt wohl daran, dass Frank entgegenkommende Autos durch die Scheinwerfer besser sehen kann. In unserem Pub trinken wir noch ein leckeres Absackerbier, ehe wir schlafen gehen.

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