15.10.2018 Ein Tag im Joshua Tree Nationalpark

Um 03.30 bin ich wach. Blöde Zeit – zu früh um aufzustehen, zu spät um zu denken: „Ich bin ja grad erst eingeschlafen“.
Sonnenaufgang soll gegen 06.30 Uhr sein – in drei Stunden. Mir sitzen gerade Engelchen und Teufelchen auf den Schultern: Gestern Abend hat Frank vorgeschlagen, den Sonnenaufgang zu fotografieren – da wollte ich mich aber nicht festlegen, da die Nächte davor so kurz waren. Nun würde ich gern los ziehen, aber er schläft so schön.
Also nehme ich mir erst mal mein IPad und lese ein bisschen. Um halb sechs halte ich es nicht mehr aus und wecke den selig Schlummernden. Wenn morgen schlechtes Wetter ist, beiße ich mich nämlich in den A…. .
Nach einem nahrhaften Frühstück

fahren wir los.
Der Himmel wird allmählich blau, gleich wird die Sonne aufgehen. Uns ist klar, dass wir keinen megatollen Platz für den Sonnenaufgang finden werden – die Berge / Hügel um uns herum sind zu hoch – Bis da die Sonne drüber kommt, ist der Sonnenaufgang längst vorbei.
Also suchen wir nach einer Ebene, um hier die Lichtveränderung noch am ehesten zu sehen.
Es ist eisekalt und windig – willkommen in Kalifornien!

Um uns herum kündigt sich der Sonnenaufgang an.

Wir sind ganz andächtig und fotografieren erst wie wild, dann immer bedächtiger und genießen nebenbei den Anblick um uns herum.
Die Kälte treibt uns irgendwann ins Auto, und wir fahren Richtung Hidden Valley. Das Licht hier ist wunderschön und es wird warm in der Sonne, so dass wir nach und nach die Kleidungsschichten ablegen können.

Über dieses Schild müssen wir grinsen: Die Squirrel sind echt schlau – während die Kletterer in der Wand hängen, die Sicherer nicht wegkommen – futtern sie die mitgebrachte Energiereserve. 

Da auch um das Hidden Valley herum Kletterrouten sind die wir uns gern ansehen möchten, gehen wir ein wenig außen herum und folgen dem Climber’s Access Trail.

Wieder am Auto beschließen wir, zum Barker Dam zu fahren.

Der Parkplatz am Barker Dam ist noch fast leer. Wir gehen munter los, allmählich wird die Sonne angenehm. Aber irgendwie haben wir den falschen Weg gewählt, wir kommen immer weiter weg.
Scheinbar sind wir in Richtung der Wall Street Mill gegangen – auch nicht schlimm, dann machen wir diesen Trail halt zuerst.
Es ist sehr schön ruhig, wir haben heute den ganzen Tag noch keinen Menschen gesehen. Die Sonne scheint angenehm warm, wir genießen die gemütliche Wanderung und unsere Gesellschaft.

Wir kommen zuerst zu einer Pumpe. Hier hat es früher wirklich heftige Kämpfe gegeben, denn Trinkwasser war knapp. Dennoch wurde Vieh gehalten, und dieses sicherte das Überleben.

Als nächstes erreichen wir die Wall Street Mill

Hier wurde Golderz abgebaut, in der Nähe stehen ein paar alte Autos herum.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz genießen wir das tolle Panorama.

Wir gehen nun zum Barker Dam, den wir jetzt auch auf Anhieb finden.
Tiere bzw. Vögel sehen wir hier nicht. 

Am Ende des Trails können wir noch Petroglyphen bestaunen.

Es ist allmählich voller geworden um uns herum.
Da es gegen Mittag ist und wir Hunger haben, beschließen wir nach Yucca Valley zu fahren.
Zuerst essen wir bei Panda Express – Frank hat orange Checken und ich was mit Cashew Kernen – lecker!
Die Sprüche in den Glückskeksen sind allerliebst:

Dermaßen gestärkt – körperlich und geistig – fahren wir in den Walmart, ein paar Einkäufe erledigen.

Hier ist bereits alles schön herbstlich dekoriert. 

Wir planen, gegen Abend erst den Sonnenuntergang im Park zu genießen und dann dort zu picknicken.

Gegenüber sind ein paar Geschäfte, die Kleidung anbieten. Aber ich finde nirgendwo eine kurze Hose. Wenn das Wetter gut bleibt, bekomme ich ein Problem, da ich nur zwei kurze Hosen mithabe. Na gut, dann gehe ich halt in langer Hose waschen.
Um 15.45 kommen wir zurück zum Parkeingang,wir kaufen im Visitor – Center Patches. Da waren wir schon in so einigen Parks und haben die noch nie gesehen! Mal sehen, da werde ich wohl Kissen nähen und die aufbügeln / festnähen. Unser Plan steht: Alle Nationalparks noch mal besuchen oder sonst wie die Patches organisieren…

Das obligatorische Parkeingangsfoto (Frank guckt auf allen Fotos so grimmig, deswegen nur der Parkeingang ohne Menschen)

Unser schöner Plan mit dem Picknick und dem Sonnenuntergang hat einen großen Haken: es ist sehr windig. Nirgendwo mögen wir draußen sitzen, da es richtig pfeift.
Also fahren wir wieder Richtung Hidden Valley, hier war es recht geschützt. An den Picknicktischen kann ich es zumindest kurz aushalten – einen Tisch weiter sitzt jemand mit nachdem Oberkörper in der Sonne. Schon vom Anblick bekomme ich Gänsehaut.

Nach dem Essen fahren wir Richtung Keys View. Unterwegs wird noch der Cap Rock umrundet, hier hat man die Leiche von Gram Parsons gefunden.

Oben am Keys View angekommen ist es immer noch kalt und windig – kein Gedanke, ein Stativ aufzustellen.
Also machen wir Fotos aus der Hand. 

Wir fahren durchgefroren zurück ins Motel, wo wir waschen und dann schlafen gehen.

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