21.07.2021 Der erste Tag in den Westfjorden

Sehr ungern verlassen wir am Morgen die schöne Hütte, in der wir hervorragend geschlafen haben. Aber es hilft ja nichts, wir packen zusammen und machen uns auf den Weg. Verloren gehen kann man hier tatsächlich nicht, denn Island ist – auch hier in den Westfjorden – extrem gut beschildert. Diese typischen isländischen Schilder zeigen nicht nur Richtungen, sondern oft auch ganz genau, was es wo zu sehen gibt.

Unterwegs entdecken wir ein hübsches Freiluftschwimmbad. Kurz überlegen wir, ob wir schwimmen gehen, entscheiden uns dann aber dagegen. Irgendwie passt es heute nicht so richtig, und der Tag hat noch genug vor.

Ganz in der Nähe locken uns ein paar Geocaches. Sie liegen bei einer halb verfallenen Unterkunft, die in einen Erdhügel gebaut ist. Der Legende nach soll hier früher ein Zauberer gelebt haben – und gerade in den Westfjorden gibt es viele Geschichten über Zauberer, Magie und übernatürliche Wesen. Tatsächlich entdecken wir über einem Türbalken alte Runen, was dem Ort noch einmal eine ganz eigene Atmosphäre verleiht.

Passend dazu besuchen wir anschließend das Zauberei-Museum in Hólmavík. Das Museum of Sorcery and Witchcraftist genau das Richtige für diese Region. Auf Island gibt es ja gefühlt in jedem Ort irgendein Museum. Ein Schafmuseum, ein Seeungeheuer-Museum, Technik-, Heimat- oder Spezialmuseen – und hier eben eines zur Zauberei.

Wir bezahlen unseren Eintritt und gehen hinein. Drinnen werden zahlreiche Geschichten aus der isländischen Volksüberlieferung erzählt und dargestellt. Szenen sind mit Figuren und Installationen nachgebaut, sodass man sich die Geschichten gut vorstellen kann. Wir lesen, schauen uns alles in Ruhe an und vertreiben uns eine ganze Weile die Zeit.

Anschließend schlendern wir noch ein wenig durch den Ort. Die Umgebung ist wunderschön, die Gärten liebevoll gestaltet, oft mit kleinen Figuren oder Elfenhäusern. Auch die Kirche fällt uns auf, mit ihrer bunten Treppe – etwas, das man auf Island immer öfter sieht und das inzwischen fast schon dazugehört.

Dann geht es weiter. Durch viel nichts, durch weite Landschaft, entlang von Fjorden, Bergen und immer wieder dieser unglaublichen Ruhe. Genau das macht die Westfjorde aus. Wenig Verkehr, wenige Orte, aber unendlich viel Natur.

Am Nachmittag erreichen wir schließlich unsere nächste Unterkunft, auf die wir uns schon sehr gefreut haben. Vor allem, weil wir hier nicht nur eine Nacht bleiben, sondern gleich zwei.

Hier gibt es auch ein Restaurant im Haupthaus und wir essen einen unglaublich leckeren Burger, ehe wir schlafen gehen.

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